Was ist Dermatomyositis?
Dermatomyositis oder „DM” ist eine Autoimmunerkrankung, die Muskelschwäche und Hautausschläge verursacht.

Bei Menschen mit DM entzünden sich die Muskeln und die Haut. Ein Teil der Patienten hat auch Probleme mit der Lunge.
DM tritt häufiger bei Erwachsenen auf, kann aber auch bei Kindern auftreten.
Was sind die Symptome einer Dermatomyositis?
DM verursacht:
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Muskelschwäche
Die Schwäche betrifft in der Regel beide Seiten des Körpers. Sie betrifft Muskeln, die näher am Rumpf liegen, wie z. B. die Muskeln im Nacken, in den Schultern, in den Hüften und in den Oberschenkeln. Je nachdem, welche Muskeln betroffen sind, können Menschen mit DM Probleme beim Treppensteigen, beim Heben von Gegenständen über den Kopf oder beim Schlucken haben. -
Hautausschläge – DM verursacht verschiedene Arten von Hautausschlägen an verschiedenen Stellen des Körpers. Die Ausschläge sind in der Regel rot oder violett und jucken, manchmal sind sie schuppig und manchmal rot. Sonnenlicht verschlimmert die Hautausschläge in der Regel.
Bei Patienten können Hautausschläge auftreten an:
- Fingern, einschließlich der Rückseite der Fingergelenke und um die Fingernägel herum
Ellbogen und Knien
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Oberen Augenlidern

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Hals, oberer Brustbereich oder oberer Rücken
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Kopfhaut
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„Interstitielle Lungenerkrankung“ – Etwa 1 von 10 Menschen mit DM ist davon betroffen. Interstitielle Lungenerkrankung kann zu Entzündungen und manchmal zu Narbenbildung in der Lunge führen. Dadurch gelangt Sauerstoff aus der Luft nur schwer in die Lunge, was das Atmen erschweren kann.
Welche Untersuchungen sind zur Diagnose von DM erforderlich?
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Blutuntersuchungen – Dazu gehören Tests zur Feststellung von Muskelreizungen und Entzündungen sowie zur Überprüfung der Funktion des Immunsystems.
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Elektromyographie („EMG“) – Diese Untersuchung zeigt, ob die Muskeln richtig auf die elektrischen Signale der Nerven reagieren.
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Muskelbiopsie – Bei dieser Untersuchung wird eine kleine Gewebeprobe aus einem geschwächten Muskel entnommen. Anschließend untersucht ein Facharzt die Probe unter dem Mikroskop.
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Hautbiopsie – Bei dieser Untersuchung wird eine kleine Gewebeprobe aus dem Hautausschlag entnommen und anschließend mikroskopisch untersucht.
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Eine bildgebende Untersuchung namens Magnetresonanztomographie – Sie kann entzündliche Veränderungen in den Muskeln zeigen.

DM kann mit bestimmten Krebsarten bei Erwachsenen in Verbindung stehen, daher wird der Rheumatologe je nach Fall bestimmte Untersuchungen empfehlen.
Wie wird DM behandelt?

Die primäre Behandlung umfasst zunächst Medikamente, die als Steroide (Kortison) bezeichnet werden. Steroide helfen, die Entzündung zu lindern.
Menschen mit DM müssen Steroide in der Regel über einen längeren Zeitraum einnehmen. Steroide haben jedoch ihre eigenen Nebenwirkungen. Sie können die Knochen schwächen und das Risiko für Infektionen wie Lungenentzündung, Harnwegsinfektionen und andere erhöhen. Um diese Nebenwirkungen so weit wie möglich zu vermeiden, wird die Kortison-Dosis im Laufe der Zeit langsam reduziert, bis sie ganz abgesetzt wird.
Unverzichtbar für die Behandlung sind auch Medikamente, die das Immunsystem beruhigen – Immunmodulatoren.
Die Wahl des Medikaments hängt von der Art und Schwere der Erkrankung ab.
Ein wichtiger Teil der Behandlung ist auch die Erhaltung der Muskelkraft so weit wie möglich sowie die Vorbeugung weiterer Probleme. Dazu gehören in der Regel:
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Zusammenarbeit mit einem Physiotherapeuten (Spezialist für Bewegungstherapie) mit dem Ziel der Muskelstärkung.

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Ergreifen geeigneter Maßnahmen zur Vorbeugung von Nebenwirkungen von Kortison gemäß den Anweisungen des Rheumatologen.
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Schutz vor der Sonne durch das Tragen von Sonnenschutzmitteln, breitkrempigen Hüten, langärmeligen Hemden und langen Hosen.




